One time in your life see the earth from above

Jeder hatte bestimmt schon einmal den Wunsch die Erde von oben zu sehen. Zu mindestens ein mit Helium gefüllter, mit Sensoren und Kameras ausgestatteter Ballon konnte den Traum den teilnehmenden Schulen erfüllen. Denn auf dem knapp drei Stunden langen Flug entstanden wundervolle Bilder der Landschaft und Atmosphäre aus mehr als 30 Kilometern Höhe.

Bereits 10 Wochen vor dem Start der Ballone begannen die Vorbereitungen für den am 1.7. geplanten Flug. Das erste Treffen fand dabei an der Hochschule Hamm-Lippstadt statt, bei dem das Projekt den teilnehmenden Schülern und Lehrern vorgestellt wurde. Zudem wurden jeweils drei Schulen in eine Gruppe eingeteilt, um für die drei noch folgenden Treffen kleinere Gruppen zu bilden. Denn zum ersten Mal war das Projekt mit 6 Schulen durchgeführt worden. Danach wurden die Teilnehmer noch der 3D-Druckbereich der Hochschule gezeigt, der den Schülern für das Projekt auch zur Verfügung gestellt wurde.

In den darauffolgenden Wochen wurde daraufhin jeder Gruppe an einem Gruppenspezifischen Tag ein Thema präsentiert. Darunter waren die Themen: “Bestandteile und Aufbau”, “Start und Landung” und “Der Flug”. Nach dem Präsentationen kam es oft zu einer Diskussion in entspannter Atmosphäre.

Mit dem Bau haben wir eine Woche vor dem Start angefangen, nachdem uns die Materialien für den Ballon übergeben wurden. In dem Paket waren folgende Bestandteile bereits enthalten: Der Ballon, ein Fallschirm, zwei GPS-Tracker für die Ortung des Ballons nach dem Flug einmal mit einer SIM-Karte für das D1 Netz und einer für das D2 Netz, ein Stratoflight Mini – eine kleine Platine, die mit einem neun Volt Block betrieben wird und GPS Daten, Temperatur, Geschwindigkeit und Höhe speichert, zwei Stabilisationsflügel und Holzspieße, eine Rolle Spezialschnur, eine SD-Card für das Speichern der Daten des Stratoflight Mini, eine GoPro Hero 5, ein Batterie Pack für das Laden der GoPro und eine Styropor Box.

Zusätzlich haben wir noch eine weitere Kamera und einen GPS-Sensor eingebaut, die an einen RaspberryPi Zero, der mithilfe einer Powerbank betrieben wurde, angeschlossen waren. Für den RaspberryPi mussten wir dann ein Python Programm schreiben, dass sowohl die Daten des GPS-Sensors, als auch das Video der Kamera speichert. Des Weiteren erworben wir auch zwei Prepaid SIM-Karten für die GPS-Tracker. Nach mehreren Stunden Arbeit waren auch alle Komponenten auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft, in der Box befestigt und bereit für den Start.

Am Tag des Starts haben wir uns mit den anderen Teilnehmer sowie Interessierten um 10.00 Uhr auf dem Sportplatz des Berufskollegs getroffen und die Ballone startklar gemacht. Dazu mussten wir die Box und den Fallschirm mit Hilfe der Spezialschnur befestigen, damit wir sie nachdem der Ballon mit Helium gefüllt wurde an dem Ballon befestigen konnten.

Um einen reibungslosen Startablauf der Ballone zu garantieren wurde die Startreihenfolge ausgelost, mit uns an dritter Stelle. Um 11.00 Uhr begann die erste Schule ihren Ballon mit Helium zu füllen und zu starten. Aufgrund technischer Probleme bei einer anderen Schule starteten wir dann als zweite. Für den Start hatten wir bereits alle Komponenten startbereit gemacht, sodass wir den Ballon direkt nach der Füllung mit einer halben Flasche Helium, umgerechnet knapp 200 Euro, abheben lassen konnten. Aufgrund des starken Windes mussten wir den Ballon vom Anfang des Platzes starten, damit er nicht in den Bäumen am Ende des Platzes hängen bleibt, was zwei weiteren Teilnehmern dennoch passierte. Nach dem Abheben hieß es dann warten und hoffen, dass der Ballon nicht in einem See, Dach oder Baumwipfel landet.

Nach drei Stunden haben wir dann Kontakt zu den GPS-Trackern aufgenommen, d. h. wir haben die Nummer der SIM-Karten angerufen und der Tracker hat uns die aktuelle Position der Box zurückgeschickt. Diese l

Der Möhnesee aus einigen Kilometern Höhe.

ag 1,5 Stunden entfernt auf einer Wiese im Sauerland. Nach der Bergung haben wir als erstes alle Komponenten ausgeschaltet und ein paar Tage später alle Daten von den SD-Karten auf dem PC gesichert. Die Videos der beiden Kameras haben wir in zwei Videos auf jeweils knapp 50 und 100 Minuten zusammengeschnitten, mit den restlichen Datentabellen in die Cloud hochgeladen und allen Teilnehmern und Veranstaltern verfügbar gemacht.

Einziges Problem war dabei die Konvertierung des Videos der zweiten Kamera, da es kaum kostenlose Programme oder Internetseiten gab, die ein 10 Stunden Video von h264 in MP4 konvertieren konnten.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass das Projekt nicht nur den Zusammenhalt in der Gruppe selbst bestärkt hat, sondern auch die Zusammenarbeit und Kontakte zwischen den Schulen und Schülern ausbilden konnte und darüber hinaus wirklich sehenswerte Bilder und Videos entstanden sind.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *